Die Inter-Asso

Ein Vorhaben des 21. Jahrhunderts ist die internationale Zusammenarbeit zur Erforschung und zur juristischen Beurteilung der Verbrechen des Kommunismus.

Der Zusammenbruch des Weltkommunismus ließ die Mehrheit glauben, dass die Gesellschaft, befreit vom kommunistischen Zwang, mit voller Kraft zu Fortschritt und Prosperität schreiten werde. Es schien, als ob es keine Hürden mehr zu Freiheit und Wohlstand gäbe. Dem war leider nicht so. Bald wurden sie mit Enttäuschungen konfrontiert. Sie mussten sich davon überzeugen, dass mehr als ein halbes Jahrhundert kommunistischer Herrschaft negative und dauerhafte Folgen auf politischem, ökonomischem, kulturellem und moralischem Gebiet hinterlassen hat.

Zur Zeit des zusammenbrechenden Kommunismus erfuhr die Öffentlichkeit täglich neue Einzelheiten über die Größe und Brutalität der kommunistischen Verbrechen. Augenzeugen von Gemetzeln und Tötungen meldeten sich, man entdeckte Massengräber. Politische Gefangene berichteten von ihren Leiden und von den Gräueln in den kommunistischen Gefängnissen. Obwohl es keine Feststellung der persönlichen Verantwortung gab, wurden dadurch die Träger der kommunistischen Ideologie öffentlich gebrandmarkt.

Die Verfolgungen beschränkten sich nicht auf bestimmte Länder mögen jedoch in diesem oder jenem Land unterschiedlich stark und zeitlich unterschiedlich groß gewesen sein: sie waren aber ständig vorhanden, weil es ein systembedingtes totalitäres Phänomen mit Millionen Opfern von der Ukraine bis Kambodscha, von den baltischen Staaten bis Adria war.

Alle diese Opfer waren Opfer eines systemimmanenten Massenmordes und befürchten, dass es eine Tendenz gibt, dass diese Verbrechen nicht bestraft werden und dass Verbrecher, die nicht bestraft werden, zu Wiederholungen neigen. Um keine Wiedergeburt des Kommunismus in Europa oder in der Welt zuzulassen, müssen wir ihm diesen Vorteil nehmen, das heißt, ihn international strafrechtlich aburteilen. Auch darin sehen wir die Aufgabe unserer internationalen Assoziation.

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Seit dem 29. Juni 2012 ist die Inter-Asso Mitglied der "Plattform für europäisches Gedächtnis und Gewissen".

Die Gründung der Plattform geht auf einen Entschluss des Europäischen Parlaments zurück. Ziel ist die Zusammenarbeit von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen bei der Aufarbeitung der verschiedenen totalitären Ideologien und die Aufarbeitung der politisch motivierten Gewalt und Verfolgung.

www.memoryandconscience.eu

Kongresse

Auf dem 17. Kongress Tirana 2009Um die internationale Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung kommunistischer Diktaturen und den Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen nationalen Opferverbänden zu fördern, veranstaltet die Inter-Asso seit 1991 jährliche Kongresse für Vertreter der Mitgliedsvereine und weiteren Gästen aus ganz Europa.

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Mitgliedsverbände

MapIn der Inter-Asso organisieren sich verschiedene nationale Vereine und Opferverbände Osteuropas, die sich die Aufarbeitung der Verbrechen der kommunistischen Gewaltherrschaften sowie die Anerkennung und Entschädigung der Opfer dieser Diktaturen zum Ziel gesetzt haben.

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